Myu's Traumwelt



Toll, dass du den Weg durch das weite Web zu mir gefunden hast.
Ich bin Myu und schreibe für mein Leben gerne Geschichten.
Hier kannst du meine gesammelten Werke der letzten Jahre lesen.
es werden noch die ein oder anderen Texte mit sicherheit dazu kommen.
Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen.

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Kira-Celina.Piczo

Eigentlich war es ein Tag, wie jeder andere, doch aus einem mir unerklärlichen Grund konnte ich das nicht so recht glauben. Ich hatte ein ganz besonders gut ausgeprägtes Bauchgefühl in diesen Sachen und es sagte mir, dass heute etwas ganz besonderes sein würde. Ob positiv oder negativ konnte ich nicht so recht sagen…
Ich saß wie jeden Tag unter der Woche in der Schule an meinem Platz am Fenster. Wie immer leierte der Lehrer seinen Text runter, den er schon fast auswendig zu kennen schien. Es fiel mir schwer dem Unterricht zu folgen, denn das Wetter war ja doch viel interessanter als dieses Tonbandgeleier des Alten dort vorne an der Tafel, der jeden elenden Tag das gleiche erzählte… Die Wolken zogen sich zusammen und bald schon glitten schwere Wassertropfen die Scheiben entlang und zogen lange, breite, nasse Linien auf dem Glas.
Der Regen war mal fällig, die Fenster waren ewig nicht mehr geputzt worden. Und so schien es, als würden die Fenster weinen. Sie hatten, wie stark geschminkte, weinende Mädchen, ein Make-up verschmiertes Gesicht. Die Wimperntusche lief ihnen nur so von den Augen über die Wangen. Wie sagte man dazu? EMO? Ja so sahen sie aus. Schwarz/bunt gekleidete Mädchen mit Pali Tüchern, die stark geschminkt waren, um ihre tiefen Wunden in der Seele zu verbergen. Man sagt, diese Mädchen würden sich schon nach jeder kleinsten emotionalen Regung die Handgelenke aufritzen… Wie armselig! Ich fand, dass solche Mädchen einfach nur mehr Selbstbewusstsein haben sollten, dann wären sie nicht so labil. Das war traurig.
Aber wie war ich auf das Thema „Emo“ gekommen? Ich sollte mich besser auf dem Unterricht konzentrieren.
Die erste Stunde ging hinüber. Ohne beim träumen erwischt zu werden. Das war nicht schwer, denn Lehrer gaben sich damit zufrieden, wenn man sich gelegentlich mal die Stunde meldete, etwas Brauchbares sagte und ansonsten nicht den Unterricht störte. Wenn man beim träumen erwischt wurde fragt man einfach: „Könnten Sie das bitte wiederholen?“ Und dann antwortet man und schläft weiter. Aber nicht zu offensichtlich, möglichst dabei noch interessiert gucken (für Anfänger). Ich war natürlich schon ein Profi. Ich konnte „aufmerksam“ dem Unterricht folgen und gleichzeitig meiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen: das Wetter und Menschen und Situationen damit verbinden. Es regte einfach dazu an über viel mehr nachzudenken – zu philosophieren. Wenn ich träumte kamen mir immer viele Ideen zum schreiben, basteln, bauen, zeichnen und vieles mehr.
In der dritten Stunde hatten wir während des Unterrichts einen neuen Mitschüler unter uns sitzen. Da ich wie üblich mit meiner Lieblingsbeschäftigung zugange war, nahm ich ihn kaum war. Ich hörte viel in der Klasse. Unter anderem auch wie einige Mädchen über den Jungen dort tuschelten. Gelegentlich war ein unterdrücktes Kichern beider zu hören, als der Referendar zu ihnen rüber sah. Ich sah mir diesen genauer an. Na ja, so toll sah der auch nicht aus, muss ich schon sagen. Er hatte schulterlange, blonde Haare, die zu einem Zopf zusammen gebunden waren, schien etwas kleiner zu sein, das konnte ich nicht so gut erkennen da er nicht stand. Einige Strähnen hingen ihm sanft im Gesicht, doch das betonte leider nur seine übergroße Nase. Zu beiden Seiten waren relativ große braune Augen. Als er bemerkte, dass ich ihn anstarrte zeigte er seine blitzweißen, geraden Zähne und grinste mich mit einem breiten Lächeln an. Ich spürte geradezu, wie mein Blut in den Kopf stieg und dieser vor Scham zu platzen drohte. Hastig schaute ich weg. Wieder Gekicher von den Mädchen. „Lily. Wiederhol bitte, was Christoph gesagt hat!“ Scheiße erwischt. Ein typischer Anfängerfehler: Vom träumen ablenken lassen. Fällt immer auf.
Die Stunde verging. Als es klingelte und ich auf den Hof gehen wollte hörte ich, dass mich jemand rief. Ich drehte mich um und blickte in das Gesicht des Neuen. „Du heißt doch Lily, oder?“, fragte er mich mit einem leicht englischen Akzent. „Du bist im Moment die Einzige, deren Name ich kenne und ich wollte dich fragen, ob du mir eventuell die Schule zeigst?“, fragte er. „Gerne, komm mit“, antwortete ich. Erst jetzt fiel mir mehr in seinen Augen auf, sie strahlten geradezu, die Lebensfreude an sich aus. Ich hatte in meinem Leben noch nie solche Augen gesehen. Sie waren wunderschön. Der Tag verging und ich verbrachte ihn mit Andrew, mit dem man sich über alle möglichen Themen unterhalten konnte. Es war faszinierend, wie viele Gemeinsamkeiten wir hatten, Philosophie, die Neigung in Tagträume zu verfallen und dabei über Gott und die Welt nachzudenken, die Kreativität, die mich immer beim Träumen heimsuchte, den gleichen Büchergeschmack und vieles mehr.
Es war toll, einen Menschen zu kennen, der einem in den Interessen so ähnlich war.
Nun war er schon drei Wochen bei uns auf der Schule und wir kamen uns immer näher, zwar hatte er sich auch schon mit anderen Leuten aus der Klasse angefreundet aber seine Freizeit verbrachte er mit mir. Er war eine angenehme Gesellschaft. Ich kannte mich: ich konnte wenn ich gute Laune hatte eine ganze Menge Müll erzählen. Einige meiner Freunde sahen mich in solchen Situationen nur blöd an oder tadelten mich, aber er war ganz anders: er lachte einfach. Und nachdem ich verstanden hatte, was ich da von mir gegeben hatte musste ich unweigerlich mitlachen. Wir lachten viel miteinander.
Eines Tages, oder vielmehr abends, wollte ich ihm noch die nächste Disko in der Gegend zeigen. Auch das hatte wieder viel Spaß gemacht, doch wir waren beide am Ende so betrunken, dass mehr geschah…
Da er in der Gegend wohnte, gingen wir zu ihm.
Bei ihm setzten wir uns auf sein Bett und er begann langsam mich auszuziehen. Ich wusste nicht genau, wie mir geschah, doch es war nicht unangenehm. Mit jedem seiner Küsse auf meiner Haut wurde mir wohler ums Herz. Ich genoss es.
Kaum waren wir beide ausgezogen, lagen wir nebeneinander. Er drang in mich ein, doch weh tat es nicht. Noch nie war ich jemandem so nah, wie ihm in diesem Moment. Es war schön.
Ich hörte von ihm ein leises Stöhnen. Ich gab mich ihm völlig hin.

Die Sonnenstrahlen drangen in meine Augen. Ich öffnete sie.
Andrew lag ganz nah an mir dran. Ich spürte noch seinen sanften Atem in meinem Nacken.
Er schlief noch. Es konnte doch nicht schon morgen sein!
Vom Bett aus sah ich auf die Uhr, die auf dem Schreibtisch gegenüber stand. 12Uhr.
Ruckartig setzte ich mich auf. „Scheiße!“, flüsterte ich. So langsam dämmerte es mir wo ich war. Immer noch bei Andrew. Ich hätte schon lange zuhause sein müssen!
Ich stand auf und zog mich an. Mir war es egal, ob Andrew mich nun nackt sah oder nicht, er hatte schließlich schon mit mir geschlafen und mich dabei unweigerlich schon so gesehen.
Andrew drehte sich im Bett. Er schlief tief und fest. Ich nahm den Block der auf dem Tisch lag und einen Stift und schrieb:

Sorry, hätte eigentlich schon gestern Abend zuhause sein müssen, werde wohl voll Ärger kriegen.
Bis Montag.
LG Lily

Leise schlich ich aus dem Zimmer. Ich konnte mich noch gerade daran erinnern, wie wir rein gekommen waren. Ich ging den Weg wieder zurück. In der Küche war jemand. Unbemerkt schlich ich auch an diesem Raum vorbei. Still öffnete ich die Haustür und schloss sie kurz drauf hinter mir.
Zuerst ging ich in die Bäckerei und holte Brötchen für meine Familie und mich, um, wenn nötig, eine Ausrede zu haben.

Als ich zuhause an kam, wurde ich schon von meiner kleinen weißen Katze herzlich empfangen. Als wenn sie mich Jahre nicht gesehen hätte schlich sie an meinen Beinen herum.
Sie maunzte einmal laut und schon hatte ich meine Eltern mit fragenden Blick vor mir stehen. „Wo kommst du denn jetzt her? Ich dachte du liegst noch im Bett!“, schimpfte meine Mutter. „Ich habe bei Andrew übernachtet, weil es gestern ziemlich spät geworden ist“, antwortete ich. Es stimmte ja auch. Erschrocken sahen sich meine Eltern an und dann mich. „Ist irgendetwas passiert? Habt ihr…“, stotterte mein Vater. „Keine Ahnung, ich kann mich nicht erinnern. Ich ziemlich viel getrunken“, log ich. So viel hatte ich eigentlich nicht getrunken. Nur so viel, dass man sagen konnte, dass ich weniger schüchtern war. „Andrew meinte, dass ich selbst den Weg von der Straße zur Haustür und in mein Zimmer nicht mehr gefunden hätte.“ Eigentlich war er derjenige, der zu viel getrunken hatte, aber nicht so viel.
Man sah, dass meine Eltern sichtlich erleichterter guckten. Ich ging an ihnen vorbei in die Küche und legte die Tüte mit den Brötchen auf den Tisch. „Also ich brauche jetzt ’nen starken Kaffee – an besten schwarz! Und ihr?“, fragte ich an meine Eltern gewand, um vom Thema abzulenken.
Wann seid ihr denn zurück gewesen?“, fragte meine kleine Schwester, als wir am Frühstückstisch saßen. „Woher soll ich denn das wissen? Ich war sturzbesoffen!“, zickte ich sie an. „’Tschuldigung, frag ja nur!“, zickte sie zurück. „Lily, du bist es selber schuld, dass du zu viel getrunken hast, deine Schwester kann nichts dafür, dass du jetzt verkatert bist!“
Jaha“, maulte ich. Genervt ging ich nach dem Frühstück in mein Zimmer und legte mich ins Bett.
Doch schlafen konnte ich nicht. Ich machte mir zu viele Gedanken, über das was zwischen Andrew und mir passiert war. Wie konnte das passieren? Ich wollte mir mein Erstes Mal doch aufheben bis ich jemanden traf den ich liebte. Andrew – ich fand ihn sehr nett und ich mochte ihn auch sehr, aber liebte ich ihn wirklich? Und konnte er sich an das Geschehene erinnern?
Aber was noch viel schlimmer war: Ich wusste nicht, ob wir verhütet hatten oder nicht.
Was wenn ich jetzt schwanger war?
Ich war erst 17 Jahre! Viel zu jung für ein Kind! Nachdem ich nahe zu 4 Stunden im Bett gelegen hatte beschloss ich aufzustehen und den Rest dieses Samstages, damit zu verbringen Zeitschriften oder Mangas zu lesen.
Das Wochenende verging ohne, dass Andrew und ich miteinander sprachen.
Am Montag sprach er mich auf das an, was den Freitag zuvor passiert war.
Er sprach ganz schüchtern und zurückhaltend. „ Kannst du dich in allen Einzelheiten an Freitag erinnern?“, begann er. „Nur Stellenweise“, antwortete ich.
Ist irgendetwas zwischen uns passiert?“, fragte er.
Ja, aber es war schön“ Ich lächelte ihn an.
Haben wir ver–“; fragte er schon fast schreiend. Im letzten Moment hielt ich ihm meinen Zeigefinger vor den Mund und flüsterte: „Willst du, dass es alle hören? Ich weiß es nicht! Ich glaube nicht.“
Er sah mich erschrocken an. Doch sein Blick änderte sich jäh, als ich ihm ein viel sagendes Lächeln zuwarf. Er lächelte zurück und küsste mich auf die Stirn.
Es klingelte. Die Pause war vorüber. Da wir in unterschiedlichen Räumen Unterricht hatten, trennten sich unsere Wege. Ich sagte nur noch: „Wir treffen uns gleich noch mal, okay?“
Er nickte mir zu und ging.
Während des Unterrichts konnte ich nur an ihn denken. Und wie immer konzentrierte ich mich nicht auf den Unterricht.
Ich stellte mir vor wie das Gespräch sein würde: Ich käme auf ihn zu; er nehme mich in den Arm, während er sagte, wie sehr er mich liebe und dass er, falls ich ein Kind bekäme, immer für es da wäre. Dann küssten wir uns innig und eng umschlungen. Später bekam ich ein Baby und wir gründeten eine glückliche Familie. Ich stellte mir alles so romantisch vor.
Nach der Stunde hatte ich zwei Freistunden. Ich nutzte die Zeit um mich in dem kleinen Aufenthaltsraum im Älteren der beiden Gebäude unserer Schule aufzuhalten. Ich war alleine.
Es war ein äußerst schmuddeliger Raum. Höchstens zehn Quadratmeter groß. In dem Raum drin standen zwei aneinander gestellte Tische und drum herum sechs Stühle.
An einer der längeren Wänden, waren drei kleine Fenster, die nur wenig Licht in den Raum ließen, da einige Büsche direkt davor standen.
Neben dem Vordersten Fenster, direkt hinter der Tür, waren schwere Gitter, wie in einem Gefängnis. Doch diese ließen sich nicht vor die Tür oder vor ein Fenster schieben, sondern sollten nur verhindern, dass jemand anderes als der Hausmeister die Zentralheizung verstellte.
Der Raum war kaum gemütlicher als eine Besenkammer. Dennoch wartete ich dort auf Andrew, in den ich mich nun doch unsterblich verliebt hatte.
Ich begann schon mal einige Hausaufgaben zu machen, während ich auf meinen Schwarm wartete. Nach einiger Zeit, kurz bevor es klingelte, betrat Andrew den kleinen Raum.
Er machte eine ernste Miene. Mir wurde von einem Moment auf den anderen ganz flau im Magen. Er setzte sich mir gegenüber und blickte mir ernst in die Augen.
Ich habe lange nachgedacht, während des Unterrichts…“, setzte er an.
Er machte eine kleine Pause.
Ich war auch noch Jungfrau. Das war alles nur ein blöder Unfall! Ich wollte ich könne es rückgängig machen!“, fuhr er fort. Ich wollte etwas sagen, doch in dem Moment öffnete sich die Tür und jemand trat herein. „Oh, stör ich? Ich geh sofort wieder“, sagte der Junge als er merkte, dass er besser nicht hier sein sollte und verschwand wieder.
Bevor ich auch nur ein Wort sagen konnte setzte Andrew wieder ein: „Tut mir Leid ich liebe dich nicht. Und es macht auch keinen Sinn mit dir zusammen zu sein, nur weil wir miteinander geschlafen haben. Ich mag dich wirklich sehr aber eben nur als gute Freundin.“
Ja ich verstehe…“, sagte ich enttäuscht. Nach einem bedrückenden Schweigen fragte ich: „Was ist wenn ich schwanger bin?“
Er schwieg.
Ich ertrug es nicht und schrie: „Antworte mir, statt dumm da zu sitzen!“
Ich hatte nicht gemerkt, dass ich aufgestanden war. Vor Enttäuschung merkte ich gar nichts mehr.
Bitte wein nicht“, sagte er nur. Er wendete seinen Blick von mir ab, als wollte er vor mir fliehen.
Antworte!“, schrie ich im flehenden Ton.
Leise sagte er: „Ich kann mich nicht an Freitagnacht erinnern! Für mich ist nichts passiert! Wenn du schwanger sein solltest: Pech gehabt! Ich hab nichts damit zu tun!“
Ein Ausbruch lauter Gefühle überkam mich: Angst, Traurigkeit, Verzweiflung, Panik, doch am schlimmsten war die Enttäuschung.
Nur weil du dich nicht erinnern kannst, ist es nie geschehen? Bist du krank, oder so? Wenn ich schwanger bin, bist du der Vater, da gibt es nichts, was du daran ändern könntest. Es wäre DEIN Kind! Mit ‚ich kann mich nicht erinnern’ machst du es nicht ungeschehen!“, heulte ich. Ich fühlte mich als wäre mein Leben nun vorbei. Es gab nichts Lebenswertes mehr.
Ich liebe dich Andrew, bitte lass mich nicht allein“, flehte ich in der Hoffnung ihm Mut zu machen, auch mir seine Liebe zu gestehen, doch er stand nur auf, sagte „Dein Pech!“ und verließ den Raum. Das wenige Make-up, das ich trug, war nun von den Tränen im ganzen Gesicht verteilt. Ich fühlte mich elend.

Einige tage vergingen. Meine Regel hätten schon vor zwei Tagen kommen müssen. Doch es war immer das Selbe: Sie kamen bei mir immer eine Woche zu früh oder zu spät.
Ich machte mir noch nicht allzu sehr Sorgen. Doch als ich in der Schule während des Unterrichts Schwindelgefühle bekam und auf Toilette ging, wurde ich stutzig.
Mich übergeben musste ich nicht. Dennoch bat ich nach hause gehen zu dürfen. Unterwegs hielt ich noch an der Apotheke an, um mir einen Schwangerschaftstest zu holen. Glücklicherweise hatte ich genug Geld dabei, weil ich eigentlich davon ein Geschenk für meine Mutter zu Geburtstag kaufen wollte. Musste ich eben später noch holen, oder meine Schwester schicken.
Zu hause legte ich mich erstmal ins Bett bevor ich den Test machte. Etwa eine Stunde war vergangen, als ich entschloss nun auf diesen dämlichen Teststreifen zu urinieren.
Die Spannung stieg. Dies sollte eine große Veränderung in meinem Leben bedeuten und damit großen Kummer und eine ganze Menge Stress oder der bisherige Lebensablauf: Schule, Tagträume und Liebeskummer.
Es war egal wie der Test ausfiel, beide Möglichkeiten gefielen mir nicht.
Es war vergleichbar mit einer Weggabelung, nur dass man nicht entscheiden konnte in welche Richtung man gehen solle, sondern in eine Richtung gedrängt, oder vielmehr gezwungen, wurde.


Die Jahre vergingen. Seid Andrew waren nun schon fünf Jahre ins Land gezogen.
Er war etwa ein Jahr später von der Schule gegangen, weil er lieber auf eine technische Hochschule gehen wollte. Er war ein echtes Computerass. Egal was man ihn darüber fragte er wusste alles. Aber mit ihm gesprochen, hatte ich mit ihm nie wieder.
Es war ein herrlicher Sommertag. Die Sonne schien prall auf die Erde hinab und ließ das Gras smaragdgrün schimmern. Der Terrassenboden war heiß, genauso wie die Metallstangen der Schaukel, die im Garten stand.
Ich wohnte immer noch bei meinen Eltern, da ich mein Studium noch nicht ganz beendet hatte. Nur noch ein Semester, dann war ich fertig mit meinem schulischen Werdegang, Endlich ein selbständiger Erwachsener. Eine Wohnung in der Nähe für zwei Personen hatte ich schon gefunden. Bald war es soweit.
Meine Mutter trat zu mir auf die Terrasse. „Kommt rein! Es gibt Essen“, sagte sie sanft.
Wie immer. Sie war so fürsorglich.
Komm Christoph, es gibt Essen!“, rief ich den kleinen Jungen mit dunkelblonden Haaren und einer furchtbaren Nase zu, der im Sandkasten spielte und mich aus seinen großen braunen Augen aufmerksam ansah. Er lief auf mich zu, ließ sich von mir hoch nehmen und ins Haus tragen.

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