Myu's Traumwelt



Toll, dass du den Weg durch das weite Web zu mir gefunden hast.
Ich bin Myu und schreibe für mein Leben gerne Geschichten.
Hier kannst du meine gesammelten Werke der letzten Jahre lesen.
es werden noch die ein oder anderen Texte mit sicherheit dazu kommen.
Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen.

Links to:
Startseite   Gästebuch   Über...   Zeichnungen
Storys:
"Ein gewöhnlicher Schultag"   "Liebe unter Shinobi"   "Spiegelsee"   "Fanfiction"   "Feuer"  "Kleiner Timmy"
Other:
Kira-Celina.Piczo

Und wieder war es passiert. Wieder hatte er sie geschlagen. Sie spürte noch den dumpfen schmerz in der Wange, wo sie der Schlag getroffen hatte. Wieder war sie weinend aus dem Haus gelaufen.
Aber warum? Ihr Vater war mal wieder betrunken, aber was sollte sie schon tun?
Sie ging allein durch die Stadt, ohne zu erwarten jemanden zu treffen, den sie kannte. Sie war schließlich gerade erst hierher gezogen.
Sie dachte an die Nachrichten, die sie erst vor einer Stunde gesehen hatte. Ein bekannter Sportler war in der Stadt bei einem Pressetermin. Niemand interessantes. Wie hieß der doch gleich? Hendrik Mütze – Henry Maske – sie hatte keine Ahnung. Es interessierte sie auch nicht sonderlich. Sie ging durch die Fußgängerzone, an den Läden vorbei. Doch kein Laden der sie reizte.
Was machte sie überhaupt hier? Sie interessierte sich doch für nichts und hatte nicht gerade die beste Laune zum shoppen.
Letzten Endes kam sie an einer großen Buchhandlung vorbei, die ihr bisher noch nicht aufgefallen war. Sie ging rein.
Sie kam direkt auf ein großes Bücherregal zu voller dicker Bücher.
Sie sah sich die Wälzer einen nach dem anderen an. Alles Fantasy-Romane wie Harry Potter und Eragon – genau das was sie mochte.
Sie nahm sich ein Buch und setzte sich ein paar Meter weiter auf einen Stuhl.
Doch kaum hatte sie begonnen das Buch zu lesen, hörte sie schon jemanden auf sie zu stapfen.
„War doch klar, dass du hier bist, du Mistbalg! Immer diese Bücher!“, schrie ihr Vater.
„Bitte lass mich los, Papa, du stinkst!“, flehte sie. Sie zappelte so gut es ging und versuchte sich loszumachen, bis jemand kam und auf ihren Vater einschlug. Ohne auf ihren Retter zu achten, lief sie davon. Aus der Buchhandlung raus und ins Menschengedränge.
Sie rannte. Selbst als sie vor Schmerz in der Brust nicht mehr atmen konnte rannte sie weiter. Die Angst vor ihrem Vater trieb sie an.
Bis sie plötzlich mit jemandem zusammen stieß und rücklings auf den Boden fiel. „Oh tut mir Leid!“, sagte jemand und half ihr auf die Beine, „warum denn so eilig?“
Das Mädchen schaute zu dem Mann auf. Sie erkannte das Gesicht nicht direkt. Doch nach einem kurzen Moment fiel ihr auf wer dort vor ihr stand. Es war wirklich Henry Maske.
„Ähm…“, sie brachte kein Wort raus. Er lachte. „Kann ich dir helfen? Du siehst aus als könntest du Hilfe gebrauchen“, fragte er freundlich.
Sie hörte ihren Vater aus der Ferne rufen: „Komm gefälligst her, mein Fräulein, mit dir hab ich noch zu reden!“
Hilfe suchend sah sie den Boxer an. Er verstand sofort und ging auf den anderen Mann zu.
Ohne ihn auch nur anzufassen, jagte er ihm so einen Schrecken ein, dass ihr Vater sich umdrehte und betrunken weitertorkelte. Henry Maske kam wieder auf sie zu und sagte: „Der schien ja schwer besoffen gewesen zu sein. Dein Vater?“ Das Mädchen nickte nur betreten.
„Komm mal mit! Bei mir bist du wohl sicherer als bei dem“, bot er an. Sie vertraute ihm, denn schließlich hatte er sie gerade vor ihrem Vater gerettet und ging mit. Er brachte sie in ein großes Hotelzimmer im Hilton Hotel am Rande der Stadt. Dort erzählte sie ihm alles über ihren Vater und bedankte sich tausendmal dafür, dass er sie gerettet hatte. Doch er blieb bescheiden und bot ihr eine weitere Tasse Pfefferminztee an.
„Wie alt bist du?“, fragte er sie nach einem langen Gespräch. „Ich bin 16“, antwortete sie.
„Wieso ziehst du nicht einfach aus?“
„Das ist unmöglich! Man darf erst mit 18 ausziehen!“, widersprach sie.
Doch Henry warf ein: „Nichts ist unmöglich, sonst hätte ich meine Revanche nicht gewonnen! Es gibt sicher noch rechtliche Mittel und Wege, dich aus diesem Haus raus zu holen“, erklärte er.
Er kramte in einer seiner Taschen, nahm Zettel und Stift heraus und notierte etwas. Danach gab er dem Mädchen diesen und sagte: „Wende dich an diese Frau, sie ist eine sehr gute Freundin von mir. Sie arbeitet beim Jugendamt und wird dir sicher helfen können. Es ist schwer einen Termin bei ihr zu bekommen, aber ich regele das. Sag ihr einfach Henry Maske schickt dich!“

Sie hörte einen Schrei.
Erschrocken fuhr sie aus dem Bett hoch. Nur geträumt.
Doch was hatte sie da in ihrer Hand?
Einen Zettel mit einer Adresse und Telefonnummer.

Gratis bloggen bei
myblog.de